Absoluter Luxusausbau und die Rolle der Lufthansa

Die Lufthansa etabliert eine Verkehrsstruktur, die ihr eine Fast-Monopolstellung ermöglicht, somit kann sie schalten und walten wie sie will. 2009 wickelte die Lufthansa/Star Alliance 70 % des gesamten Linien- und Charterverkehrs ab, der Umsteigeranteil betrug dabei 55 %! Der gesamte Umsteigeranteil beträgt nur 37 % (Im Rahmen des Ausbaus soll er auf 45 % gesteigert werden), d.h. die Lufthansa ist der Hauptverursacher der Umsteigeverkehre. Auf Grund ihrer fast Monopolstellung kann die Lufthansa nun die Bedingungen diktieren: Ein neues Abfertigungsgebäude muss her, obwohl das Terminal 1 nur zur Hälfte ausgelastet ist, eine Minimum Umsteigezeit von 30 min. Zum Vergleich: FRAPort hat 45 min, Heathrow 60 – 120 min, Charles de Gaulle 90 min. Und man akzeptiert nur eine maximale durchschnittliche Verspätung von 4 Minuten. Dies ist eines der Hauptkriterien für den Ausbau. In den Planungsunterlagen findet sich eine Grafik, die besagt, dass das bestehende Zwei-Bahnen-System bei dieser akzetierten Verspätung eine Kapazität von 90 Bewegungen/Stunde habe, würde man 5 Minuten akzeptieren wären es fast 100 Bewegungen/Stunde möglich. Übrigens: Bei der DB AG sind 5 Minuten noch pünktlich! Die Verspätung im Nahverkehr beginnt erst bei 6 Minuten. Die Lufthansa legt fast alle Kriterien fest, nach denen sie MUC nutzen will, und gönnt sich dabei jeden Luxus. Und dies auf Kosten der Anwohnerinnen und Anwohner.

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