Kurz und knapp: 6 Argumente gegen die 3. Startbahn

1) Nicht immer höher, schneller, weiter – zwei Startbahnen sind genug.
Mit zwei Startbahnen kommt auch in Zukunft jedeR an sein Ziel. MUC ist schon heute für mehr als 500.000 Flüge ausgelegt. 2011 verzeichnete der Flughafen 409.956 Starts und Landungen. Und in den ersten drei Monaten 2012 sank die Zahl der Flugbewegungen im Vergleich zu 2011 um 2,0 Prozent. Es bleibt also genügend Luft nach oben – falls der Bedarf überhaupt wächst!

2) Fluglärm macht krank.
Schon heute sind rund 540.000 Menschen in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und München von Fluglärm betroffen. Mit der dritten Startbahn ändern sich die Flugrouten, so dass darüber hinaus auch große Teile Münchens unter dem Fluglärm leiden würden. Das wollen wir verhindern! Denn Fluglärm und Abgase machen krank.

3) Wertvolle Natur vor unserer Haustür retten.
Kaum ein Bundesland versiegelt jedes Jahr mehr Flächen als Bayern. Mit der dritten Startbahn ginge eine Fläche so groß wie der Tegernsee verloren. Das letzte Stück Erdingr Moos mit seltenen Tieren und Pflanzen würde zerstört, darunter 1.000 Hektar Vogelschutzgebiet.

4) Steuergelder sinnvoll investieren.
Die dritte Startbahn soll 1,25 Milliarden Euro kosten – die üblichen Kostenexplosionen bei öffentlichen Bauvorhaben nicht eingerechnet. Die Flughafen München GmbH sitzt schon jetzt auf 2,7 Milliarden Schulden. Am Ende werden sich Hunderte Millionen an Steuergelder in Luft auflösen. Geld, das an anderen Stellen fehlt: Bei der Bildung oder beim Ausbau der Bahn.

5) München lebenswert erhalten.
München erlebt seit Jahren einen Boom. Der Wohlstand steigt. Aber es gibt auch Schattenseiten: Knapper Wohnraum, immer höhere Lebenshaltungskosten, fehlende Kinderbetreuung und überlastete Verkehrswege bedrohen die Lebensqualität. Die soziale Balance wankt. Statt auf die 3. Startbahn, die nur wenigen nützt, setzen wir lieber auf den Ausbau einer leistungsfähigen und umweltverträglichen Infrastruktur für alle. Denn eine Weltstadt mit Herz brauch keine 3. Startbahn.

6) Flugverkehr ist Klimakiller.
Fliegen ist die mit Abstand klimaschädlichste Form des Reisens. Manchmal gibt es keine Alternative, aber das Ziel muss sein, den Flugverkehr zu bremsen anstatt ihn zu fördern. Wir dürfen über den Schutz des Klimas nicht nur reden, wir brauchen Taten!

Hier eine Langversion: http://www.keinestartbahn.de/argumentationshilfe/

21 Gedanken zu „Kurz und knapp: 6 Argumente gegen die 3. Startbahn

  1. „Am Ende werden sich Hunderte Millionen an Steuergelder in Luft auflösen.“

    Geniale Falschbehauptung. Fliesst doch kein müder Cent in den Ausbau, sondern wird aus MUC-Mitteln finanziert.

    • Soweit ich weiß, gibt es 3 Gesellschafter für den Flughafen, davon ist einer die Stadt München und einer der Freistaat Bayern. Nun überleg mal, womit sich die wohl finanzieren? (mit unseren Steuergeldern, falls du nicht draufkommst!)

      • Ja, aber Sie kennen hoffentlich den Unterschied zwischen Gesellschafteranteil und Steuergeld? Und vor allem können Sie den Wert der Aussage „mit Steuergeldern finanziert“ inhaltlich durchdringen!!!

        Fakt ist doch: es fliesst kein müde Steuereuro in den Ausbau von MUC!!!

        • Jedes Unternehmen hat Kredite und die Gesellschafter leben nicht schlecht von den Zinszahlungen des Flughafens. Die sind jedes Jahr beträchtlich. Der Flughafen wird voraussichtlich bis zum Baustart über genügend Barmittel verfügen um den Bau selbst zu finanzieren und alles was darüber hinaus geht wird (falls nötig) durch weitere Kredite abgedeckt durch die die Gesellschafter weitere Zinsen kassieren. Mal ganz abgesehen von den zusätzlichen Steuereinnahmen. Steuergelder werden dafür ganz sicher nicht verwendet – ganz im Gegensatz zu den Initiativen der Startbahngegner…

          • Die Flughafen München GmbH muss nur Zinsen aufs Darlehen zahlen, wenn sie Gewinne schreibt. Bislang konnte die FMG in ihrer Geschichte ganze 4x Zinsen auf das Darlehen an Ihre Darlehensgeber zurückzahlen. Das ist Fakt. Und auch ist Fakt, dass die FMG nur rückwirkend für vier Jahre verzinsen muss. Alles andere sieht der Steuerzahlter nie mehr wieder. Allein beim Freistaat Bayern (!) haben sich schon über eine Milliarde Euro entgangener Zinsen summiert. Und wenn die FMG nun investiert, wird sie auf die nächsten Jahrzehnte keine Zinszahlungen leisten müssen…

          • Die Flughafen München GmbH muss auf Kredite zurückgreifen. Das ist allen bekannt…

  2. Hier ist kurz und prägnant alles gesagt, was wichtig ist und zutrifft! Leider bin ich keine Münchnerin und darf am 17. nicht dagegen stimmen. Ich werde die Argumente aber ausdrucken und bei einigen befreundeten Münchner Geschäftsleuten aushängen.
    Viel Erfolg!

    • Argumente? vielleicht schreibst du noch dazu, dass das größtenteils Lügen sind (siehe Antwortliste zu diesen „Argumenten“ unten)

  3. 7 blödsinnige Argumente, München ist jetzt schon ausgelastet, die 3. Startbahn verspricht mehr Flüge, mehr verbindungen und pünktlich abflüge.
    Sie wird niche Von unseren Steuergeldern bezahlt und Klimakiller 😀 entsorgt erstmal eure Traktoren und Auto dann reden wir weiter. Der Ölpreis wir auch ohne 3. Startbahn steigen da kann man nichts dran ändern, unsere Technik ist noch nicht so weit eine vollbesetzte A 330 mit elektrostrom von München – zu einen anderen Ziel zu fliegen, nur weil die Bauern in Freising Erdung und Umgebung nicht aus ihren Kaff rauskommen brauchen sie nicht sinnlose Argumente erstellen.
    Es wir Prognostiziert das 2020 sich der weltweite Flugverkehr um 50% steigt das heißt auch in München. Von den 540000 „Kranken“ durch Fluglärm sind fast 70% nach den Bau des Franz Josef Strauß Airport in die Region gezogen also wussten sie das es „laut“ werden kann, Selbst Schuld!!!
    Fazit: Die 3. Startbahn ist ein muss für München für seine Bewohner in Münche. Und den Regionen und für Unternehmen der Landeshauptstadt

    • Was ist denn das für ein arogante Argumente??: „… nur weil die Bauern in Freising […] nicht aus ihren Kaff rauskommen …. Selber Schuld? “

      Wenn ich so einen Mist lesen muss kommt mir echt die Galle hoch.

  4. 1. Es geht vorrangig nicht darum, dass jeder Münchner an sein Ziel kommt sondern Verkehr, der sonst wo anders hin gehen (und dort Geld und Arbeitsplätze bringen) würde, nach München zu locken. Für uns Münchner (und Flughafenumlandbewohner) hat das den Vorteil der Arbeitsplatzsicherheit, höherer Steuereinnahmen für die Gemeinden und den schönen Nebeneffekt mehr Ziele direkt erreichen zu können anstatt an einem anderen Flughafen umsteigen zu müssen.

    Der leichte Rückgang der Flugbewegungen ist eine Nachwirkung der Finanzkrise UND der fehlenden Kapazitäten auf den Start- und Landebahnen. Es werden ständig wesentlich mehr Start- und Landeslots nachgefragt als zur Verfügung stehen.

    2. Es gibt sicher einige Menschen, die direkt von Fluglärm betroffen sind. So wenige wie im Umland des Münchner Flughafens sind allerdings sicher an kaum einem anderen Großflughafen weltweit betroffen. Der Flughafen wurde damals extra in einer kaum bewohnten Gegend (davon gibt es rund um München nicht viele) gebaut. AUCH mit der Absicht mal irgendwann eine dritte oder vierte (davon sind wir allerdings mit den inzwischen verfügbaren Großraumflugzeugen weit entfernt) Startbahn dazu bauen zu können.

    Für jeden Großstadtbewohner wäre Fluglärm (in den stark frequentierten Zeiten alle 1,5 min ein Jet, außerhalb weniger, nachts gar keine!) wie Urlaub verglichen zu dem Dauerlärm durch Trams, Busse, SBahnen, Martinshörnern und Hupen, LKWs, Autos und Motorradfahrer, von denen jeder einzelne meint er müsste den Stadtbewohnern die Lautstärke seiner Maschine in jedem Drehzahlbereich vorführen. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Von den Abgasen ganz zu schweigen. Im Münchner Stadtgebiet würden ein paar einzelne Jets mehr über der Stadt (dort schon in Höhen von 2-3000 m) im restlichen Lärm völlig unter gehen.

    3. Dieser Punkt ist sicher nachzuvollziehen. Wie beim Bau von Fabriken, Autobahnen oder auch nur Ackerflächen muss man sich entscheiden zwischen Natur und Bedarfsflächen. Für Tiere und Pflanzen werden allerdings Ausgleichsflächen geschaffen.

    4. Das ist völliger Unsinn. Für die dritte Startbahn werden keinerlei Steuergelder verwendet – ganz im Gegensatz zu den Initiativen der Startbahngegner. Jedes Wirtschaftsunternehmen hat Kredite und den Anteilseignern (Bund, Stadt und Land) würden ohne diese Kredite beträchtliche Zinseinnahmen verloren gehen. Bis zum Bau der Startbahn sind voraussichtlich genügend Barmittel des Flughafenbetreibers vorhanden um sie komplett aus diesen Rücklagen zu finanzieren. Sollte das nicht reichen könnte mit weiteren Krediten nachgeholfen werden, die weitere Zinseinnahmen bringen. Von Steuergeldern kann keine Rede sein. Außerdem wird sich der Flughafenbetreiber sicher nicht am Ausbau von Schulen oder der Bahn beteiligen. Bäckerei Maier finanziert ja auch nicht die neue Kreissäge von Schreinermeister Hintermoser.

    5. Dem Flughafen teure Wohnungen, überfüllte U-Bahnen und zu wenig Kinderbetreuung in München vorzuwerfen ist doch etwas weit her geholt. Da sollte man vielleicht eher den großen Wirtschaftsunternehmen in der Stadt (Siemens, IBM, Infineon usw) verbieten weiter zu wachsen

    6. Das ist ebenfalls grober Unsinn. Erst mal ist der Flughafen genau so wenig verantwortlich für den Schadstoffausstoß der Flugzeuge wie ein Parkhaus für den der Autos, die darin parken. Wird ein Parkhaus nicht gebaut parken die Autos einfach in einem anderen Parkhaus. Außerdem ist Fliegen bei weitem nicht so umweltschädlich wie das hier gesagt wird. Heutzutage verbrauchen Flugzeuge nur noch 3 Liter Kraftstoff pro Passagier und 100 Kilometer. Ein Auto was mit 200 über die Autobahn fährt und mit vier Personen besetzt ist verbraucht etwa das gleiche, aber wieviele Autos auf der Autobahn sind schon mit vier Personen besetzt??? und dann fährt das Auto immer noch nur ein fünftel so schnell wie das Flugzeug fliegt. Zudem ist Flugverkehr nur zu 12% am CO2 Ausstoß des Gesamtverkehrs (und der Gesamtverkehr nur mit 21% am gesamten CO2 Ausstoß) beteiligt und damit nur die drittschädlichste Verkehrsform nach dem Auto- (45%) und Schwerkraftverkehr (30%).

    7. Der Ölpreis ist schon immer gestiegen und hat den Flugverkehr noch nie dauerhaft beeinträchtigt. Flugzeuge werden immer effizienter und wirken so dem steigenden Ölpreis entgegen. Außerdem wird ständig an neuen Kraftstoffen (z.B. Biokraftstoffe) und Antriebsarten entwickelt. Alternativen zu Langstreckenflügen (z.B. 20.000 km in 25 Stunden) gibt es leider keine.

    • zu 7.
      Alternativen zu Kurzstreckenflügen und vor allem Inlandsflügen gibts aber und die werden auch genutzt wenn die Flugpreise steigen (Rückbau Kerrossinsteuerbefreiung, Steigender Ölpreis) – daher ist für mich die Progonose der FMG nicht wirklich abgesichert und berücksichtigt diese Faktoren zu wenig. Es kann noch etwas steigen – es gibt aber auch die aus meiner Sicht hohe Wahrscheinlichkeit das die Anzahl der Kurzstreckenflüge langfristig sinken wird.

  5. zu 6. ist ja schön wenn dem Flughafen von Ihnen nicht die Verantwortung übertragen wird – aber es geht hier auch um gesellschaftliche Grundlegende Entscheidungen ob man wie Sie einfach sagt „aber die anderen sorgen ja für noch mehr CO2-Belastung, dann ist es ja nicht so schlimm“, oder das ganze ernst nimmt und sich dafür einsetzt dass alle Mobilität effizienter und weniger Klimaschädlich wird. Das bedeutet aber eine Reduktion aller Kurzstreckenflüge und daher keine 3.Bahn.

    • Das ist sicher richtig, und der Flughafen sowie auch die Airlines nehmen ihre Verantwortung wahr. Aber genauso wie ein Autobauer versucht seine Autos effizienter zu machen anstatt zu sagen „heuer wollen wir mal weniger Autos bauen um die Umwelt zu schonen“ werden auch im Flugwesen sparsamere Triebwerke entwickelt oder Biosprit (erfolgreich) getestet.

      BMW macht jedes Jahr neue Absatzrekorde. Wieso demonstriert da keiner für weniger Fahrzeugverkäufe?

      Beide bedienen nur den Markt und der ist nunmal vorhanden.

  6. Zu 1: Hierbei wird in der Argumentation der Gegner die Wachstumsdelle bedingt durch die Wirtschaftskrise in den Jahren 2009/2010 benutzt, um auf eine sinkende Nachfrage zu verweisen. Langfristig sehe ich aber keine Argumente, die gegen ein Wachstum sprechen (dies zeigt sich auch aus den Erfahrungen nach der Krise 2001). Langfristig werden 58 Mio. Fluggäste erwartet, was durchaus realistisch erscheint (hier sollte man bedenken, dass der Flughafen München von den Gegnern zu Beginn auch als „zu groß“ betitelt wurde und dann der Flughafen schneller gewachsen ist, als erwartet). Außerdem muss Infrastruktur, besonders in Anbetracht der langen Planungszeiten, rechtzeitig geplant und gebaut werden und nicht, wenn schon ein akuter Bedarf vorhanden ist.

    Zu 2: Dass Fluglärm krank macht ist hinreichend bekannt. Hierbei ist aber die Bevölkerungsentwicklung von Freising und Erding interessant.
    • Für Freising: 1998 – 2009: ca. 39000 -> 45000 (entnommen aus einer Grafik der Stadt Freising)
    • Für Erding: 1987 – 2009: 23933 -> 34410
    Damit soll gesagt werden: in beiden Gemeinden sind viele Menschen trotz oder gerade wegen des Flughafens hingezogen. Des Weiteren hat Freising einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten. Es ist, meiner Meinung, schon heuchlerisch, wenn man vom Arbeitgeber Flughafen direkt oder indirekt profitiert oder sogar deswegen in diese Region zieht, aber dann gegen diesen Flughafen ist.

    Zu 3: Auch hier möchte ich gar nicht anzweifeln, dass das Projekt eine Umweltbelastung darstellt (wie aber jedes größere Bauprojekt). Interessant ist aber hier zu wissen, dass das Erdinger Moos schon 1920 – 1929 entwässert wurde, damit ökologisch nicht mehr so bedeutsam. Die Reste sollten dann in den 1960er Jahren geschützt werden, dann kam aber der Flughafen (siehe: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44866). Interessant ist auch, dass einige Vögel trotz des Flughafens (der übrigens nach EMAS zertifiziert ist, welches als sehr strenges Zertifikat gilt) im angelegten Grüngürtel leben.

    Zu 4: Die Gelder für den Bau der Startbahn sind keine Steuergelder, sondern Investitionen der Flughafen München GmbH. Auch würden diese Mittel nie für Bildung oder die Bahn zur Verfügung stehen. Wie die Gegner auf die 2,7 Mrd. € Schulden kommen, ist mir unklar. Laut Bilanz 2010 gibt es Verbindlichkeiten von 2,235 Mrd. € und Rückstellungen von 225 Mio. € – zusammen also 2,46 Mrd. €. Die Tatsache, dass ein Unternehmen Schulden hat, ist aber normal.

    Zu 5: Um die beschriebenen Tatbestände zu lösen, ist es völlig irrelevant, ob die 3. Startbahn gebaut wird oder nicht – wie schon in Punkt 4 genannt, werden die Mittel für die Startbahn auch dann nicht denjenigen zur Verfügung stehen, wenn diese nicht gebaut wird. Die Lösung dieser Probleme wird bspw. durch den Bau der 2. Stammstrecke und Wohnbauprojekte der Stadt gelöst.

    Zu 6: Auch Punkt 6 ist nicht anzuzweifeln – anzuzweifeln ist aber, ob man das Problem dadurch löst, indem man hier die offensichtlich benötigte Infrastruktur nicht vorhält und damit Verlagerungen erzwingt, die woanders zu einer Mehrbelastung führen.

    Zu 7: Auch ist nicht zu widersprechen – aber scheinbar gibt es für viele Reisende keine Alternative zum Flugzeug bzw. sie sind bereit den Mehrpreis zu zahlen. Der Wettbewerb im Flugverkehr ist in Europa sehr groß, so dass gar nicht jede Erhöhung des Ölpreises auf den Ticketpreis umgelegt werden kann. Manche mögen dies für bedauerlich halten, aber es entspricht eben der Realität.

    Gerne würde ich hierzu Ihre Argumente/Gegendarstellungen hören.

  7. Alle Verkehrsflughäfen in Europa sind Staatsbetrieb (egal ob GmbH, AG, etc.). Die Grundfinanzierung kommt vom Steuerzahler. Laut Aussagen einiger EU-Politiker müsste man nur alle großen EU-Fluhäfen mit einem vernünftigen Flugplan vernetzen. Und wir hätte reichlich Kapazität bis der letzte Tropfen Öl verflogen ist. Wir finanzieren aktuell über Steuergelder einen Wahnsinnswettbewerb von Staatsunternehmen. EU und Einigkeit? Ein großer Wirtschaftkrieg auf Kosten der Steuerzahler.
    Bauern: Viele Höfe in Bayern und auch in FS und ED sind seit mehreren hundert Jahren in Familienbesitz. Man kann nicht einfach mit sein Feldern und Wiesen umziehen. Oder einfach Hof verkaufen und woanders neu kaufen. Wer soll hier die Höfe kaufen? Da muß mann schon ziemlich bescheuert sein, einen landwirtschafltichen Betrieb in der Einflugschneise eines Flughafens zu erwerben. Biologischer Anbau erledigt sich von selbst. In diesem Zusammenhang schwer möglich.

  8. Schulden: Wenn bei einem Privatbetrieb die Schulden während einer 20-jährigen Betriebszeit nur steigen würden, ist das nicht mehr normal. Und wahrscheinlich würden das die Banken auch nicht mehr lustig finden. Spätestens nach 10-Jahren heißt das Invsolvenz! Es gibt ja auch eine aktuelle Bilanz zu 2011. Darfs noch ein bisschen mehr sein? Würde halt einfach die aktuellen Zahlen von 2011 nehmen, oder schon mal auf 2012 hochrechnen. Ausserdem diskutieren wir bei diesen Beträgen nicht mehr um Kommastellen. 200 Millionen plus/minus ist dann auch schon egal 🙂 Aber gute Unternehmen machen Gewinne und zahlen ihre Kredite zeitgemäß ab.
    Mittel für die 3.Startbahn: Das ist einer der größten Unverschämtheiten unserer Regierung. Zuerst heißt die Finanzierung steht und es ist genügend Geld da. Wenn sie das gewünscht Projekt nicht durchsetzen können, dann verschwinden die Mittel irgendwo im Nirvana. Aber es war schon immer einfacher irgendein Großprojekt mit Milliarden zu finanzieren, als 100€ für eine Spielecke für einen Kindergarten zu bekommen. Wir werden von früh bis spät belogen. Hauptsache die Großkopferten können ihren Rahm abschöpfen.

  9. @Sebastian:
    1. Kommentar
    1) Wie soll öffentliche Infrastruktur anders finanziert werden, als über Steuern; es hat auch niemand bestritten, dass der Flughafen München im Erdinger Moos durch Steuern finanziert wurde – es ging aber jetzt um die 3. Startbahn, die durch Eigen- und Fremdmittel der FMG finanziert werden würde.
    2) Flughäfen werden aber nicht durch Entscheidungen der EU verknüpft, weil dies Planwirtschaft wäre, sondern durch Entscheidungen der Airlines, weil wir in der EU Marktwirtschaft haben.
    3) Keiner behauptet, die Landwirte hätten wissen müssen, dass dort ein Flughafen gebaut werden würde. In meiner Argumentation ging es um den Bevölkerungswachstum nach der Eröffnung des Flughafens.
    2. Kommentar
    1) Steigende Schulden sind kein Argument für Insolvenz – erst wenn die Zahlungsverpflichtungen nicht mehr bedient werden können spricht man von Insolvenz.
    2) Leider sind auf der Homepage der FMG nur die Zahlen von 2010 – aber wenn jemand die Zahlen für 2011 hat, kann er/sie gerne den Link posten. Hochrechnen auf 2012 kann man solche Zahlen aber nicht – dies würde nur gehen, wenn es einer Systematik zu Grunde liegen würde.
    3) Der weitere Teil des Kommentars ist emotional und somit nicht kommentierbar

  10. Mit einem Addendum in 2009 zum Bay. Landesentwicklungsprogramm aus 2006, hat die Bay. Regierung vorhandene Flugplätze -welche dringend für die Allgemeine Luftfahrt benötigt wurden-, nachträglich geschlossen bzw. ihr Betrieb/Flugbewegungen weiter beschränkt. Die Begründung zusammengefasst: „Der Großraum und Wirtschaftsstandort MUC ist bereits großzügig für die Luftfahrt erschlossen. Ein weiterer Bedarf an Flugplätzen, sollten in 70km weit entfernten Ortschaften, gesucht werden.“

    http://www.landesentwicklung.bayern.de/fileadmin/Dokumente/PDF/Instrumente/LEP_Teilfortschreibung/lepteil.pdf

    Diese Maßnahme hat nicht nur die Flugverkehrswirtschaft in Bayern nachhaltig geschwächt, sondern auch Jobs gekostet und wirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe erzeugt (Prozess Fürstenfeldbruck).

    Wenn der allgemeinen Luftfahrt zugemutet wird, dass man regelmäßig 1-2 Stunden Autofahren soll, um Kurzflüge anzutreten, verstehe ich nicht, warum ein Urlaubsreisender -einmal im Jahr- auf andere Verkehrsflughäfen ausweichen kann (Augsburg, Memmingen oder Nürnberg), falls dies erforderlich wäre?

    Statt eine dritte Piste in MUC zu bauen, könnte man die nationalen Geschäftsflüge nach Oberpfaffenhofen auslagern. Die Infrastruktur wäre praktisch schon vorhanden und man vermeidet auch weitere Stau’s auf den Autobahnen Rund um Freising/Hallbergmoos.

    • Die Argumente von Selbstflieger sind meiner Meinung nach nicht logisch: In dem angesprochenen Dokument (bayerischer Landesentwicklungsplan) wird darauf verwiesen, dass weitere Flugplätze in der Region München keinen Sinn machen, weil hier bereits ein internationaler Großflughafen vorhanden ist, der erweitert werden soll. Natürlich macht es Sinn, Flughafeninfrastruktur an einem Standort zu konzentrieren. Außerdem kann die Allgemeine Luftfahrt den Flughafen München nutzen. Der Vorschlag von Selbstflieger würde bedeuten, statt einer gebündelten Flughafeninfrastruktur Belastung an mehreren Standorten zu haben – frei nach dem Motto: Flughafen ja, aber bitte nicht bei mir!

  11. Soso, es wird bezweifelt, ob überhaupt ein Bedarf für eine zusätzliche Bahn besteht. Dann ist doch alles bestens: wenn der Bedarf nicht da ist, kommen keine zusätzlichen Flugbewegungen und der Lärm wird nicht mehr, sondern nur umgeschichtet. Also alles halb so wild!
    Ja, ich bin für die 3. Bahn (und auch für eine 4., sofern erforderlich!) und habe bereits per Briefahl abgestimmt, weil ich gerade in den Urlaub GEFLOGEN bin 😉 Ja, bereits zum 2. Mal in diesem Jahr und ich habe null schlechtest Gewissen (auch nicht gegenüber meiner Kinder, Kindeskinder, des Planeten etcpp).
    Und gar kein Mitleid hab ich mit denen, die innerhalb der letzten 15 Jahre in die Umgebung eines Großflughafens gezogen sind, nun himmlische Ruhe erwarten und von einer Stagnation oder gar Reduzierung des Fluglärms träum(t)en—selbst dran Schuld!!! Macht Euch vorher Gedanken, wo Ihr hinzieht!

    In diesem Sinne, hoffentlich kommt die Bahn!!!

    Einen wunderschönen Sonntag euch allen 😉

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