PM: 2 Jahre nach Bürgerentscheid zur 3. Startbahn: 2 Startbahnen reichen!

2 Jahre nach Bürgerentscheid zur 3. Startbahn: 2 Startbahnen reichen!

Am 17. Juni 2012 entschieden sich die MünchnerInnen mit großer Mehrheit in einem Bürgerentscheid gegen eine 3. Startbahn am Münchner Flughafen. Zwei Jahre danach freut sich das Bündnis „München gegen 3. Startbahn“ und das Aktionsbündnis „aufgeMUCkt“ über den damals errungenen Erfolg.

„Heute feiern wir den Jahrestag eines der größten Erfolge echter Bürgerbeteiligung, den es in Bayern bisher gab. Trotz massivsten Geld- und Werbeeinsatzes der Befürworterseite haben wir gemeinsam es geschafft. Ein großer Erfolg!“, so Prof. Michael Piazolo (Sprecher Bündnis „München gegen die 3. Startbahn“)

Dennoch besteht das Bündnis weiterhin: Denn die Bayerische Staatsregierung hat den Ausbau des Münchner Flughafens immer noch im Landesentwicklungsplan und „das Damoklesschwert der 3. Startbahn schwebt nach wie vor über der Region und den betroffenen Menschen“ beklagt Eva Bönig, 2. Bürgermeisterin der Stadt Freising.

Deswegen haben die Bündnispartner am Jahrestag eine Fotoaktion auf dem Münchner Marienplatz abgehalten. Aktivistinnen und Aktivisten aus München und der Flughafenregion haben ein deutliches Signal an die Stadt München und die Bayerische Staatsregierung gesendet: Zwei Startbahn reichen!

Für Manfred Drobny, Flughafenreferent der Stadt Freising ist es völlig klar: „Die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, dass alle Prognosen zu den Flugbewegungen falsch waren! Im Jahr 2013 lagen diese bei nur noch 380.000 und damit unter dem Wert des Jahres 2004. Auch für 2014 setzt sich der Abwärtstrend mit -1,4% Stand Mai 2014 fort. Und aktuell hat die Lufthansa sogar ihre Gewinnerwartungen nach unten korrigiert.“

Neben dem Rückgang der Flugbewegungen ist auch das Thema Umweltzerstörung weiter virulent. Fliegen ist die mit Abstand klimaschädlichste Form des Reisens. Außerdem würde wertvoller Naturraum durch einen Bau der 3. Startbahn zerstört werden. „Eine dritte Startbahn ins Erdinger Moos zu betonieren ist in Zeiten der fortschreitenden Umweltzerstörung nicht tragbar“, so Christian Hierneis, Sprecher des Bündnisses „München gegen die 3. Startbahn“.

Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern die Politikerinnen von CSU und SPD den Willen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen. „Die Bayerische Staatsregierung und die Stadt München müssen jetzt endgültig die Ausbaupläne des Münchner Flughafens ad Acta legen.“, so Katharina Schulze, Sprecherin des Bündnisses „München gegen die 3. Startbahn“. Kommt es zu dem von Horst Seehofer geplanten Volksbefragung, stehe das Bündnis bereit, „davor ist uns nicht bange, wir haben die richtigen und schlagenden Argumente“, so Schulze.

Helga Stieglmeier, Sprecherin von aufgeMUCkt ergänzt: „Die erfolgreiche Stadt-Land Kooperation wird weiter fortgesetzt. Wir arbeiten immer noch eng zusammen und auch bayernweit sind wir mittlerweile gut vernetzt!“

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