PM: Lufthansa-Chef: „Fliegen muss teurer werden“ Startbahn-Gegner erwarten weniger Flugbewegungen durch steigenden Ölpreis

Pressemitteilung

16. März 2012

Lufthansa-Chef: „Fliegen muss teurer werden“

Startbahn-Gegner erwarten weniger Flugbewegungen durch steigenden Ölpreis

Das Münchner Bündnis gegen die dritte Startbahn rechnet aufgrund der steigenden Ölpreise mit einer Abnahme der Flugbewegungen. Davon sei auch der Flughafen München betroffen, so Bündnis-Sprecher Christian Hierneis. Die Kosten für den Treibstoff machen nach Angaben von Hierneis mehr als ein Viertel der gesamten Kosten der Fluggesellschaften aus. Deshalb würde der Luftverkehr vom steigenden Ölpreis getroffen. Die Einschätzung wird auch von Lufthansa-Chef Christoph Franz geteilt. Franz hatte gestern vor der Presse vorgerechnet, dass alleine die Lufthansa im Jahr 2011 1,3 Mrd Euro höhere Kosten für Treibstoff zu verkraften hatte. Für 2012 rechnet Franz mit einer weiteren Steigerung von 1,2 Mrd Euro. Sein Fazit: „Fliegen muss teurer werden“. Nach Ansicht von Christian Hierneis werden sich höhere Preise im Flugverkehr auch bei der Zahl der Flugbewegungen niederschlagen. Die Fluggesellschaften müssten Kosten sparen und würden deshalb weniger Verbindungen anbieten. Hierneis warnte davor, die hohen Ölpreise als vorübergehende Erscheinung abzutun: „Das Barrel Öl kostete im Jahr 2000 im Jahresmittel noch unter 30 Dollar, heute haben wir einen Durchschnittspreis von deutlich über 100 Dollar. Es ist schon lange überfällig, diese Fakten bei der Planung der Infrastruktur zu berücksichtigen und nicht dauernd schön zu rechnen, wie es bei der 3. Startbahn der Fall ist. Seitens der FMG wurde im Jahr 2007 in einer Prognose für die Planfeststellung von einem Barrel-Preis von völlig illusorischen 40 Dollar im Jahr 2020 ausgegangen. Dann ging man im Jahr 2010 in einem Gutachten von einem Rohölpreis von 103 Dollar je Barrel für das Jahr 2020 aus. Auch diese Marke ist bereits 8 Jahre früher überschritten, derzeit liegt der Ölpreis bei bereits 120 Dollar. Im konkreten Fall des Münchner Flughafens heißt das: Man hat sich bei den Prognosen völlig verrechnet, es wird aufgrund der massiv steigenden Kosten deutlich weniger Flüge geben und die dritte Startbahn ist damit überflüssig.“

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